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Maklerprovision wird halbiert: Bundestag beschließt Gesetzesänderung

15. Mai 2020
Maklerprovision

Die Kaufnebenkosten beim Erwerb einer Immobilien waren bislang eine extreme Belastung für viele Verbraucher. Die Kosten für den Makler und die Grunderwerbssteuer haben die Ausgaben zusätzlich erhöht. Der Bundestag hat nun eine Entlastung der Immobilienkäufer beschlossen. Zukünftig soll die Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden.

Die Maklerprovision war der Politik und Verbraucherschützern hierzulande in der einstigen Verfassung ein Dorn im Auge, schließlich gab es einerseits unheitliche Regelungen je nach Bundesland und andererseits lagen die Kosten zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Kaufpreises. Angesichts der steigenden Preise für Immobilien konnten bei Kaufnebenkosten schnell einmal 20.000 Euro zusätzlich aufgeschlagen werden.

Maklerprovision wird halbiert: Bundestag beschließt Gesetzesänderung

Die ehemalige Justizministerin Katarina Barley (SPD) war im vergangenen Jahr noch mit einem Vorschlag gescheitert, die komplette Maklerprovision auf den Verkäufer umzuwälzen, wenn dieser den Auftrag erteilt hatte. Dies war mit dem Koalitionspartner CDU nicht zu realisieren. Mittlerweile hat man sich auf einen Kompromiss verständigt, der vorsieht, dass eine Halbierung der Kosten für den Käufer vorsieht.

Der Bundestag hat den Gesetzesentwurf am gestrigen Donnerstag abgesegnet. Somit müssen Verkäufer und Käufer anteilig ihren Beitrag leisten. Der Makler soll in diesem Zusammenhang nachweisen, dass er die Provision vom Verkäufer erhalten, bevor der Käufer zur Zahlung gebeten wird. Das Immobilienportal Immowelt hat in diesem Kontext ermittelt, dass Wohnungen von Makler in neun von elf Städten auf der Seite deutlich günstiger angeboten werden, weil dei Preiseinschätzung der Makler realistischer ist. Private Verkäufer neigen dazu den Wert der eigenen Immobilie deutlich zu hoch anzusetzen.

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